15. März 2015

Torrente sicherte Team Qatar erneut Heimsieg

Der Amerikaner Shaun Torrrente zeigte beim Saisonauftakt der UIM F1H2o World Championship 2015 in Doha, Qatar, erneut seine Klasse und bescherte seinem Team ein weiteren Heimsieg. Der Fahrer aus Florida gab auf dem überaus rauen 1,76km langen Rennkurs vor der Promenade von Doha das Tempo an und gewann das actionreiche 36 Runden Rennen in der Bucht von Doha, das über 15 Runden unter Gelber Flagge gefahren werden mußte. Der Fahrer des Qatar Teams gewann damit die beiden letzten Rennen auf dem Heimatkurs des Teams und insgesamt drei von seinen vier Starts auf dem 5-Bojen Kurs in der Bucht von Doha. Er übernimmt damit die frühe Führung in der WM-Wertung. Für das Team ist es der sechste Sieg bei den letzten sieben Grand Prix.

Aufgrund der rauen Bedingungen erachteten die UIM Kommissare einen rollenden Start für sicherer als den üblichen Start vom Ponton aus. Nach zwei Runden hinter dem Pace Boot fiel dann die grüne Flagge und Torrente stürmte auf und davon und baute innerhalb von weniger als zehn Runden einen Vorsprung von über elf Sekunden auf. “Das Team hat mir heute ein perfektes Setup gegeben. Mit dem neuen Boot und einer großartigen Beschleunigung schätze ich, das sich die ganze harte Arbeit bei den Tests Anfang der Woche für die Vorbereitung auf die Saison ausgezahlt haben,“ so Torrente. „Jetzt geht es zu einem, wie ich hörte, weiteren Rennen mit rauen Bedingungen und für mich ist das etwas, auf das ich mich freue und kann es kaum erwarten im Juni nach Frankreich zu kommen.“ In Runde 22 kam es dann zu aufregenden Szenen, als der zweimalige Weltmeister Sami Selio an Erik Stark auf Platz vier vorbeizog. Dabei überschätzte er den Rechtsturn auf die Gegengerade des Kurses und rutschte in das Boot des auf Platz drei liegenden Emirates Team Piloten Ahmed Al Hameli. Selio verlor die Kontrolle über sein Boot und beide Fahrer flogen durch die Luft und rollten sich aus dem Rennen. Das rief das Pace Boot für den Rest des Rennens auf den Plan. Die beiden Unfallgegner überstanden den Crash ohne ernsthafte Verletzungen.

Titelverteidiger Philippe Chiappe übernimmt Platz zwei

Dicht auf den Fersen von Torrente kam der Franzose Philippe Chiappe vom CTIC China Team. Der amtierende Weltmeister gab sein Bestes um Torrente noch abzufangen, gab sich dann jedoch mit Platz zwei zufrieden. Für Chiappe ist es zum zweiten Mal in Folge der zweite Platz in Doha und seine sechste Podiumsplatzierung bei seinen bisherigen dreizehn Starts in Qatar. “Nach den 21 Runden und dann dem Unfall war ich mir nicht mehr sicher, ob ich bei den fordernden Bedingungen zum Druck machen bereit bin,“ so Philippe Chiappe.

„Ich bin tatsächlich glücklich, das Rennen beendet und einen Podiumplatz geholt zu haben und nun mit 15 Punkten auf dem Konto weiterziehen kann. Jetzt geht es in meine heimischen Gewässer und ich kann es kaum abwarten im Juni in Frankreich vor so vielen meiner heimischen Fans an den Start gehen zu können. Ich bin wie elektrisiert.“ Der finale Podiumsplatz ging an den Schweden Erik Stark vom Team Nautica. Für den Rookie-of-the-Year 2014 war es erst der achte Grand Prix Start in der F1H2o und bereits seine zweite Podiumsplatzierung. Insgesamt konnte Stark bereits 12 WM-Zähler in seiner kurzen Zeit einfahren. Sein Landsmann Jonas Andersson, der das Rennen bereits 2008 gewinnen konnte, kam auf einem guten vierten Platz für sein Team Sweden über die Ziellinie. Damit ließ er den für das Team Abu Dhabi startenden dreimaligen Weltmeister Alex Carella hinter sich zurück, der zwar mit seinem Qualifying-Setup haderte, aber in einem starken Rennen von Platz zehn bis auf Platz fünf vorfahren konnte.

Marit Stromoy machte am meisten Plätze gut

Die Norwegerin Marit Stromoy vom Team Nautica kämpfte sich in ihrem BaBa Boot von Startplatz vierzehn bis auf Platz sechs nach vorne und machte damit mehr Plätze als jeder andere Fahrer im Feld gut. Der Kuwaiti Youssef Al Rubayan vom Team F1 GC Atlantic verlor unterdessen Platzierungen. Er startete von Platz vier und landete schließlich nur auf Platz sieben. Platz acht ging an Filip Roms vom Mad Croc Baba Racing Team. Er war von Startplatz dreizehn ins Rennen gegangenen. Für Neueinsteiger David Del Pin vom Team Abu Dhabi endete der allererster F1 Grand Prix Einsatz auf einem soliden neunten Platz.

Veteran Duarte Benavente ging unterdessen in seine mittlerweile sechszehnte Saison in der F1 und vervollständigte die Top-10. Der Portugiese vom F1 GC Atlantic Team war mit seinem BaBa Rumpf von Platz fünfzehn aus ins Rennen gestartet. Mit abgesagten Trainings- und Qualifikationssitzungen, einem Qualifying frühmorgens und dann einem Grand Prix, der die Fahrer aufs äußerte forderte bot der elfte Grand Prix of Qatar alle Elemente eines Krimis auf. Am Ende des Krimis stand dann Shaun Torrente als Sieger fest und wußte, dass es die harte Arbeit seines Teams war, die diesen Erfolg möglich gemacht hatte und dem Team den dritten Erfolg in vier Heimrennen einbrachte. Nun ziehen die Teams in Richtung Europa. Im französischen Evian geht es dann im Juni mit der zweiten Runde zur UIM F1H2o World Championship weiter.