26. Aug. 2015

@ World-of-Powerboat

Favoriten geraten unter Druck

Mit dem 22. Internationalen Motorbootrennen Berlin-Grünau vom 22.- 23. August 2015 läuteten die Leistungssportler des Deutschen Motoryacht Verbandes (DMYV e.V.) den Endspurt ein. Dabei nutzten vor allem die Favoritenjäger noch einmal alle Gelegenheiten, um die jeweils Führenden der Meisterschaft mächtig unter Druck zu setzen. So durchbrach im ADAC Motorboot Cup Sascha Schäfer die seit siebzehn Läufen anhaltende Siegesserie von Max Stilz. Gleich zwei der vier möglichen Siege nahm der amtierende Champion dem Meisterschaftsführenden in Berlin ab und verkürzte damit den Abstand zu ihm. Trotz der Niederlage hat Stilz jedoch noch genügend Vorsprung, um sich bereits vorzeitig beim nächsten Lauf der Meisterschaft in Rendsburg den Titel holen zu können. Ganz ungelegen kam die Niederlage jedoch nicht. So freute sich Stilz, dass er nach lange Zeit endlich wieder einen ebenbürtigen Konkurrenten hatte. Eifrig punkten konnte auch der Dresdener Christian Tietz, der mit einem zweiten und drei dritten Plätzen den beiden Spitzenreitern auf den Fersen bleibt.

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Lokalmatadore bestimmten das Bild im ADAC Motorboot Masters

Im ADAC Motorboot Masters feierte unterdessen Lokalmatador Mike Szymura ein perfektes Comeback. Mit Siegen in allen vier Wertungsläufen meldete sich Szymura, der aufgrund seines internationalen Engagements in Lorch und Kriebstein nicht an den Start gegangen war, nun wieder in den Meisterschaftskampf zurück. Während der Berliner an der Spitze souverän seine Siege einfahren konnte, ließen es die Konkurrenten dahinter kräftig krachen. Gleich zweimal mußte ein Rennen aufgrund von Unfällen neu gestartet werden. Im letzten Rennen des Wochenendes sorgte dann mit Uwe Brettschneider ein weiterer Lokalmatador für Jubelstürme beim Publikum. Nach einer tollen Aufholjagd durch das Feld hetzte er hinter Szymura her und eroberte Platz zwei. Ging Platz zwei bis vier bei den Sprintrennen noch punktgleich an Dominic Stahl, Uwe Brettschneider und den Ungarn Attila Horvath, so war das Ergebnis bei den Hauptrennen eindeutiger. Hier verwies Brettschneider mit zwei Podiumsplatzierungen Dominic Stahl auf den dritten Rang. In der Gesamtwertung rückt er damit bis auf wenige Punkte an das Führungsduo Stahl/Lässig heran, während sich Mike Szymura von hinten mit Riesenschritten nähert.

ADAC Jetboot Cup wußte zu Begeistern

Für Begeisterung sorgten in Berlin auch die Teilnehmer des ADAC Jetboot Cup. Beim dritten Lauf der Saison setzte sich in der leistungsstärksten Runabout Open Kategorie nach drei Wertungsläufen der Frechener Fank Wittling vor Dejan Dimov und dem Meisterschaftsführenden Nico Russ durch. In der Runabout Stock machte Patrick Hoffmann aus Saarbrücken das Rennen. Er gewann in Berlin vor Marvin Kuhs und Dejan Dimov. Frank Lilienfeld hieß der Sieger in der Ski Stock Klasse. Mit einem Sieg und zwei zweiten Plätzen ließ er den Dänen Anders Keller und den Buxtehuder Olaf Stern hinter sich. Keinen deutschen Erfolg gab es in der Ski Open Klasse zu verzeichnen. Nachdem zu Beginn der Saison der Niederländer Luc Hermsen das Maß der Dinge vorgegeben hatte, mußte er sich in Berlin dem dänischen Gaststarter Anders Keller beugen und sich mit Platz zwei begnügen. Der verbliebene Platz auf dem Podium ging an Frank Lilienfeld aus Nobitz.

Schon vom 05. – 06. September gibt es in allen drei Meisterschaften die nächste Gelegenheit um sich entweder an der Spitze zu behaupten oder um die Favoriten vom Thron zu stoßen. Ebenfalls mit am Start in Rendsburg ist die Nachwuchskategorie GT-15. Für alle Kategorien geht es beim 2. ADAC/MSG Motorbootrennen Obereider in Rendsburg in die vorletzte Runde der Saison.