24. Aug. 2015

@ ADAC Motorsport

Schäfer bricht in Berlin Siegesserie von Stilz

Die Siegesserie von Max Stilz (17, Kernen) im ADAC Motorboot Cup ist gerissen. Der Meisterschaftsführende, der vor dem Rennen in Berlin-Grünau noch ungeschlagen war, gewann zwei der vier Läufe. Sein zweiter Platz im zweiten Sprintrennen am Samstag hinter Sascha Schäfer (28, Muggensturm) bedeutete allerdings die erste Niederlage nach 17 Siegen in Folge. "Sascha (Schäfer) hat sich an diesem Wochenende einfach enorm gesteigert, aber das ist gut für den ADAC Motorboot Cup. Meine Starts waren diesmal leider nicht optimal, das hat ihm sicher auch in die Karten gespielt", sagte Stilz. „Ich sage es ganz ehrlich, ich bin froh darüber, dass meine Siegesserie gerissen ist. Ich bin zum ersten Mal in dieser Saison endlich wieder ein richtiges Rennen gefahren mit allen was dazugehört: Spannenden Zweikämpfen, Augenmerk auf den Gegnern und jeder Menge Spaß. Sascha (Schäfer) hat sich an diesem Wochenende einfach enorm gesteigert, aber das ist gut für den ADAC Motorboot Cup. Meine Starts waren diesmal leider nicht optimal, das hat ihm sicher auch in die Karten gespielt. Ich bin im letzten Rennen aber auch nicht mehr unbedingt auf letzte Attacke gefahren, denn in der Meisterschaft liege ich ja immer noch souverän in Führung."

Dabei startete Stilz mit einem Sieg in das Wochenende, denn im ersten Sprintrennen setzte er sich von der Pole Position mit einem Vorsprung von drei Sekunden auf Sascha Schäfer durch. Christian Tietz (35, Dresden) komplettierte als Drittplatzierter das Podium des Eröffnungslaufs. "Gleich in zwei Klassen zu starten war richtig anstrengend. Vor allem da ich im ADAC Motorboot Masters ja zum ersten Mal gestartet bin und mit diesem Boot noch keine Erfahrung hatte. Mit meinen Ergebnissen im ADAC Motorboot Cup bin ich zufrieden, auch wenn ich mir etwas geringere Abstände zur Spitze gewünscht hätte. Wir haben unsere Hausaufgaben aber gemacht und in den nächsten Rennen geht es sicher wieder aufwärts," so Christian Tietz. Im zweiten Sprintrennen zog Stilz zum ersten Mal in der laufenden Saison den Kürzeren. Er startete schlecht und bog hinter Schäfer und Christian Groß (24, Löf) als Dritter in die erste Wende ein. Es dauerte eine Runde, bis Stilz den vor ihm fahrenden Groß überholen konnte. Schäfers Vorsprung an der Spitze war zu diesem Zeitpunkt bereits so groß, dass Stilz den Meister des Vorjahres nicht mehr attackieren konnte.

@ ADAC Motorsport

Stilz baut Meisterschaftsführung aus

Am Sonntag revanchierte sich Stilz für die erste Niederlage der Saison. Ein guter Start brachte ihn im ersten Hauptrennen an der ersten Wendeboje in Führung, die er bis zum Zieleinlauf nicht mehr abgab. Schäfer hatte indes Probleme. Ein Dreher auf der ersten Runde warf ihn hinter Tietz auf Platz drei zurück, ein zweiter Dreher kurz vor dem Ende auf der Jagd nach Tietz besiegelte diesen dritten Rang. Das zweite Hauptrennen war ein Spiegelbild des zweiten Sprintrennens. Schäfer bog vor Groß und Stilz um die erste Wendeboje und verlor wie schon am Tag zuvor wichtige Sekunden um an Groß vorbeizugehen. Stilz konnte den führenden Schäfer ab Rennmitte dennoch unter Druck setzen und trieb diesen sogar in der achten Runde in einen Dreher.

Da Stilz allerdings dem Rennkatamaran von Schäfer in weitem Bogen ausweichen musste, behauptete Schäfer seine Führung und brachte nach zwölf Runden einen Vorsprung von 1,97 Sekunden ins Ziel. "Ich bin mit diesem Wochenende sehr zufrieden. Es tut gut, nach so langer Zeit wieder zu siegen und zu beweisen, dass Max doch zu schlagen ist. Unsere technischen Probleme, die uns lange begleitet hatten, konnten wir nun endlich völlig in den Griff bekommen,“ so Schäfer. „Dadurch sind wir am Start und bei der Endgeschwindigkeit nun besser. An der ersten Wende gab es aber massiven Wellengang, weshalb ich mich an dieser Stelle auch ein paar Mal gedreht habe." In der Gesamtwertung des ADAC Motorboot Cup konnte Stilz seine Führung erneut ausbauen. Nach fünf der sieben Rennwochenenden hat der 17-Jährige nun einen Vorsprung von 78 Punkten auf Schäfer. Beim kommenden Rennwochenende in Rendsburg am 5./6. September kann Stilz bereits die Meisterschaft für sich entscheiden, falls er dort 62 Punkte mehr als Schäfer holt.