23. Aug. 2015

@ ADAC Motorsport

Szymura liefert beim Heimrennen ein perfektes Comeback

Mike Szymura (21, Berlin) feierte bei seinem Heimrennen im Olympiaregattarevier in Berlin-Grünau ein perfektes Rennwochenende. Der Meister des Vorjahres sicherte sich in allen vier Rennen des ADAC Motorboot Masters souverän den Sieg. "Das erste Sprint- und das erste Hauptrennen konnte ich von der Pole Position gut kontrollieren. In den beiden anderen Rennen von Platz sechs aus zu starten, war natürlich etwas schwieriger", sagte der siegreichen Szymura. „Ich konnte aber auch diesen beiden Läufen gut starten und von Beginn an vorne mitmischen. Als ich die Führung erobert hatte, war die einzige Devise: Gas geben, was das Zeug hält. Das Wasser warf an diesem Wochenende zwar starke Wellen, aber ich bin von meinen Einsätzen auf Meereskursen viel härtere Bedingungen gewohnt. Für mich ist und bleibt Berlin das wichtigste Rennen und ein Sieg hier macht mich doppelt glücklich."

Aufgrund seiner Verpflichtungen in internationalen Rennserien verpasste der Berliner die letzten beiden Rennwochenenden von Deutschlands Motorboot-Königsklasse. In Berlin hatte er die Konkurrenz aber von Beginn an fest im Griff. Einer Trainingsbestzeit und der Pole Position im Qualifying folgten am Samstag zwei Siege in den beiden Sprintrennen. Im ersten Lauf gewann Szymura mit großem Vorsprung vor Dominic Stahl (37, Untergruppenbach) und Attila Horvath (38, Ungarn). Im zweiten Rennen, das wegen eines Zusammenstoßes zwischen Patrick Wiese (27, Bondorf) und Uwe Schwarick (38, Königs-Wusterhausen) und eines weiteren Zwischenfalls mit Serien-Neuling Christian Tietz (35, Dresden) nach drei Runden abgebrochen werden musste, setzte er sich vor Uwe Brettschneider (50, Berlin) und Horvath durch. Auch am Sonntag ließ Szymura der Konkurrenz keine Chance. Im ersten Hauptrennen führte der Berliner souverän, als das Rennen wegen eines Unfalls von Horvath abgebrochen werden musste. Beim Restart setzte sich Szymura erneut durch und fuhr seinen dritten Sieg an diesem Wochenende ungefährdet vor Stahl und Brettschneider ein.

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Hochspannung im zweiten Hauptrennen

Im finalen zweiten Hauptlauf, in dem Szymura nur von Rang sechs ins Rennen ging, konnte ihm die Konkurrenz anfangs Paroli bieten. Wiese kam vor Torsten Stangenberg (39, Heidgraben) um die erste Wendeboje. In der ersten Runde überholte Szymura Stangenberg und schnappte sich eine Runde später auch den führenden Wiese. Während der Berliner danach einen ungefährdeten Sieg einfuhr, kam es dahinter zu spannenden Duellen. Zunächst duellierten sich Schwarick und Stangenberg um den dritten Platz, ehe Stangenberg abreißen lassen musste und wenig später auch von Brettschneider und Stahl überholt wurde. Gegen Rennende trumpfte Brettschneider auf und fuhr binnen einer Runde an Schwarick und Wiese vorbei. So fuhren im finalen Lauf mit Szymura und Brettschneider die beiden Lokalmatadore unter dem tosenden Applaus der heimischen Publikums auf den Plätzen eins und zwei ins Ziel. „Nach den Sprintrennen haben wir einen 40 Zentimeter langen Riss im Boot entdeckt, der uns aufgrund des Wassereintritts in den Bootskörper in den Läufen am Samstag wohl bessere Positionen kostete. Ich hatte dort schon am Start gemerkt, dass der Rennkatamaran etwas träge vom Start wegkam,“ so Brettschneider. „Wir konnten den Riss aber für Sonntag ausbessern und dort konnte ich meinem Publikum eine tolle Show bieten. Vor allem der Dreikampf im letzten Lauf war genial. Ich hätte Dominic (Stahl) hier allerdings gerne mehr Punkte abgenommen."

Schwarick durfte sich als Dritter über seinen ersten Podiumsplatz in der laufenden Saison freuen. In der Gesamtwertung des ADAC Motorboot Masters konnte Brettschneider vier Punkte aufholen und liegt aktuell noch 14 Punkte hinter dem führenden Duo Dominic Stahl/Jörn Lässig. "Ich bin mit meinen Leistungen zufrieden und denke, dass auch mein Teamkollege Jörn (Lässig) gut mit diesen Ergebnissen leben kann. Den letzten Lauf hätte ich vielleicht noch einen Rang weiter vorne abschließen können, aber man darf auch so nicht unzufrieden sein,“ so der Dominic Stahl. „Auf diesem Kurs war Überholen sehr schwierig, aber wir haben uns an unserem Meisterschaftsrivalen Uwe (Brettschneider) orientiert. An Mike Szymura gab es an diesem Wochenende ohnehin kein Vorbeikommen, der fährt in einer eigenen Liga." Beim kommenden Lauf in Rendsburg (5./6. September) wird erneut Stahl das Boot der Meisterschaftsführenden pilotieren.